FAQ
Ich habe Fragen. An wen kann ich mich richten?
Für das Projekt zuständig sind
- Jasmin Odermatt, Programmleiterin Smart City, Tel. 062 836 02 56
- Lea Good, Projektleiterin Stadtentwicklung, Tel. 062 836 02 88
Sie erreichen uns unter: stadtidee@aarau.ch
Was ist die Stadtidee – euses Aarau, eusi Idee?
Die Stadtidee ist das erste stadtweite partizipative Budget der Stadt Aarau. Sie war ein Versuch, es mehr Menschen zu ermöglichen, ihr Quartier mitzugestalten und mitreden zu können. Aarauerinnen und Aarauer konnten Ideen für die Veränderung ihres Quartiers eingeben sowie für die Verteilung eines Budgets von 50'000 Franken auf die besten Ideen abstimmen.
Was ist ein partizipatives Budget?
Bei Participatory Budgeting handelt es sich um einen demokratischen Prozess, bei dem die Bevölkerung entscheidet, wie ein Teil der öffentlichen Mittel ausgegeben wird. Partizipative Budgets werden in der Schweiz zunehmend eingesetzt. Nach Lausanne und Zürich soll nun auch die Stadt Aarau ein solches als Pilotprojekt planen und umsetzen, um den Dialog zwischen der Bevölkerung und staatlichen Stellen zu fördern sowie die Mitwirkung breiter zu verankern.
Link zu anderen Partizipativen Budgets
Wer arbeitete am Pilotprojekt mit?
Stadt Aarau
Seitens Stadt Aarau wurde das Pilotprojekt vom Smart City Programm und der Stadtentwicklung umgesetzt. Zudem war eine städtische Begleitgruppe zuständig für die Einschätzung der Machbarkeit der Ideen. Die städtische Begleitgruppe setzte sich aus verschiedenen Personen der Stadtverwaltung zusammen.
Forschungsprojekt
Die Stadtidee in Aarau war auch Teil eines Forschungsprojektes und Teil des Nationalen Forschungsprogramms 77 zu digitaler Transformation. Die Stadt Aarau ist seit 2020 Partner im Projekt, welches in Zusammenarbeit mit der Universität Fribourg, der University of Leeds und der ETH Zürich stattfand. Die Forschung wurde über den Schweizerischen Nationalfonds finanziert.
Das Projekt untersuchte, inwiefern eine politische Entscheidung die Zufriedenheit dieser Entscheidung und das gesellschaftliche Zusammenleben in der Stadt von verschiedenen Abstimmungsmechanismen beeinflusst wird. In Aarau wurde eine neue Methode, die Methode der gleichen Anteile, umgesetzt. Die Abstimmung fand online statt. Informationen zum Forschungsprojekt und die Unterstützung durch das nationale Forschungsprogramm finden Sie hier.
Verein "morn"
Um die Stadtidee bekannt und vielen Menschen zugänglich zu machen, unterstützte der Aarauer Verein "morn" das Projekt. Zum Verein "morn" gehören Anita Beka und Anna Bossard. Mehr über den Verein "morn" erfahren Sie hier.
URBAN EQUIPE
Die Urban Equipe begleitete das Projekt konzeptionell und beratend. Der Verein aus Zürich hat bereits mehrere Partizipative Budgets in der Schweiz begleitet. Mehr über die Urban Equipe erfahren Sie hier.
Wer entschied über die Ideen und das Budget?
Welche Ideen umgesetzt werden, entscheidet die Aarauer Bevölkerung. Abstimmen können alle, es gibt kein Mindestalter und es ist auch nicht relevant, ob man in der Schweiz stimmberechtigt ist oder nicht.
Wer entschied, ob die Ideen umsetzbar sind oder nicht?
Über die Durchführbarkeit der Ideen entscheidet eine städtische Begleitgruppe.
Wie kann ich mich einbringen bei Ideen, die ich toll finde?
Wenn Sie eine Idee, welche bereits eingegeben wurde (alle Ideen sind hier aufgelistet), toll finden und bei der weiteren Planung und Umsetzung helfen möchten, melden Sie sich beim Projektteam stadtidee@aarau.ch. Schreiben Sie uns, welche Idee Sie unterstützen möchten und wir vernetzen Sie mit der Ideengeberin oder dem Ideengeber. Gemeinsam können Sie die Idee diskutieren, weiterentwickeln und verbessern.
Wie lauten die Teilnahmebedingungen für die Stadtidee?
Teilnahmebedingungen für Ideen:
- Die Ideen können von Einzelpersonen, Gruppen oder nichtgewinnorientierten juristischen Personen (z.B. Vereine) eingereicht werden. Es gibt keine Alters- oder Herkunftsbeschränkungen.
- Die Idee muss – falls sie gewinnt – auch von diesen Einzelpersonen/Gruppen/Organisationen umgesetzt werden. Absprachen bezüglich Verantwortlichkeiten und ein Aufruf zur Unterstützung sind möglich.
- Die Idee muss bis Ende 2024 umgesetzt werden. Eine Verlängerung der Frist ist nur nach Absprache mit der Projektleitung möglich.
- Die Ideen sind öffentlich zugänglich und schaffen einen Mehrwert für das Quartier. Ideen, die explizit Individualinteressen bedienen, sind ausgeschlossen.
- Mit der Idee darf kein finanzieller Gewinn gemacht werden.
- Die Idee muss legal sein und darf nicht demokratisch legitimierten Entscheidungen widersprechen.
- Die Idee muss realisierbar sein – im Rahmen der städtischen/zivilgesellschaftlichen Kompetenzen und dem vorgegebenen Budget.
- Die Idee kann das ganze Budget in Anspruch nehmen. Erfahrungsgemäss haben es Projektbeiträge, die grösser als die Hälfte des zur Verfügung stehenden Budgets abschöpfen, aber Schwierigkeiten, gewählt zu werden.